ETS Praha spol. s r.o. - Electric Train Systems

Antrieb 
Unsere Lokomotiven sind mit Fahrgestellen ausgestattet, die mit einem Elektromotor mit Pernamentmagneten und 5-Nutenanker bestückt sind; die Stromaunahme für diese Antriebe beträgt 0,3 bis 0,6A. Manche Lokomotiven-z.B. Reihe 140 - sind mit zwei solchen Antrieben bestückt.
Die Drehmomentübertragung geschieht mit Hilfe eines Schneckengetriebes und einer Automatischen Kupplung, die beim Anhalten des Motors das Schneckengetriebe von den Antriebsrädern abkuppelt. Somit ist ein Freilauf der Räder bei manuellem Schieben Gewährleistet. Dieses System ist patentgeschützt. Die Lokomotiven des Typs 101, 111, 113 sind mit einem Reihenschlußmotor ausgestattet, bei dem das Drehmoment ber Stirnzahnräder weitergeleitet wird. Bei diesen Antrieben liegt die Stromaufnahme zwischen 0,4 und 0,8A.
Unsere Lokomotiven sind in der Grundausführung für Zweischienen-Gleichstrom mit Impulssteurung mittels ETS-Trafo konstruiert. Bei einigen (ab Baujahr 1996 alle) ist Umschaltung auf Gleichstrom (ohne Impulse) mit der Spannung von 0-16V möglich.
Alle unsere Modelle sind jedoch auch für Dreischienen-Gleich- oder Wechselstrom lieferbar und zwar sowohl mit fahrtrichtungsäderung durchs Anhalten (üblich in den USA und Europa) oder durch Überspannung von 20V (üblich in Europa).

Geräuschgenerator 
Fats alle unsere Modelle sind auch mit einem eingebauten Geräuschgenerator lieferbar, der Dampfmaschinen- bzw. Dieselmotorgeräusche simuliert und eine fernbedienbare Signalhorn besitzt. In Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit ändern ich die Fahrgeräusche und die Signalhorn je nach Typ unterschiedlich. Diese Zusatzfunktionen sind aber nur bei Benutzung eines ETS-Trafos oder ETS-Impulssteurung funktionstüchtig. Alle Lokomotiven sind jedoch mit Beleuchtung versehen, die bei der Mehrheit der Modelle je nach Fahrtrichtung umschalten.

Signalhorn 
Die Signalhorn wird durch Änderung der Frequenz der Impulse, ohne deren Breite zu ändern, betätigt. Die Aktivierung der Signalhupe hat also keinen Einfluß auf die Fahrgeschwindigkeit. Alle diese Zusatzfunktionen sind nur bei Benutzung von einem der Geräte der Reihe 700 möglich. Sollte einmal eine Lokomotive mit Geräusch mit einem anderen Trafo betrieben werden, muß man den Schalter an der Antriebseinheit in die Stellung ohne Bezeichnung umschalten - dann sind alle Geräusche abgeschaltet.

Trafos
Lokomotiven ohne Geräusche kann man mit jedem beliebigen Trafo betreiben - vorausgesetzt, der trafo liefert die erforderliche Spannung (siehe "Antrieb"). Für Lokkomotiven mit Geräuschen ist ein Trafo mit Gleichstromimpulsen erforderlich. Diese Impulse stellen eine zügige Fahrt auch bei geringen Geschwindigkeiten sicher. Des weiteren und das unabhängig von der Geschwindigkeit.
In unserem Fertigungsprogramm haben wir einige zu diesem Zweck geeignete Transformatoren:
702 Impulstrafo für 220V/50Hz mit elektronischer Sicherung und Fernbedienungsknopf für die Signallhupe mit zusätzlichen Ausgang für Zubehör.
702A Wie 702, jedoch für 110V/60Hz.
703 Impulsgeber für eine Eingangsspannung von 14-20V/50Hz. Es handelt sich hierbeium einen Adapter, der man an jeden Trafo mit einer Ausgangspannung von 14-20V Wechselstrom anschließen kann. Dieser Adapter ist für die Länder Entwickelt, in denen wir noch keine technische Abnahme für unsere Transformatoren haben durchführen lassen. Diese Gerät, da er mit einer Spannung von bis 20V arbeitet, ist von diesen Genehmigungsverfahren befreit.

Fahrgeschwindigkeit
Alle Geräte der Reihe 700 liefern 18V-Gleichstromimpulse, deren Breite veränderbar ist. Diese Gleichstromspannung ist sozusagen "zerhackt" in Impulse, die die Lokomotive mit voller Kraft antrieben. Durch Änderung der Breite dieser Impulse kann man die Fahrgeschwindigkeit beeinflussen.

Licht
Damit die Beleuchtung von Lokomotiven und Waggons auch beim Stehen des Zugges funktioniert, werden in die Gleise ganz schmale Impulse gesendet auch wenn der Knopf der Betätigung auf "0" steht. In Antriebseinheit der Lok ist eine Drosselspule intgriert, die diese Impulse wegfiltert und die lokomotive bleibt stehen. Beim Betrieb mit jedem beliebigen Trafo ohne Impulse kann allerdings diese Drosselspule einen gewissen Leistungsabfall verursachen; deswegen gibt es an den Antrieben einen Schalter mit einer Stellung "ETS" und einer Stellung ohne Bezeichnung , mit dessen Hilfe die Drosselspule umgegangen wird. Je nach benutztem Trafo kann man also wählen, und es steht immer die volle Leistung zur Verfügung.
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